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22.08.2016

Was die Wiener Lernfabrik für digitale Vernetzung kann

Anpacken, selber machen, ausprobieren: Kerkhoff Consulting hat im ersten Wiener Gemeindebezirk eine mobile Lernfabrik für die digitale Vernetzung eingerichtet. Agrana Stärke GmbH, Metabowerke, Carat Robotic Innovation haben es bereits ausprobiert.

Eine Gruppe erwachsener Männer und Frauen stehen an mehreren Tischen verteilt, bewegen – fast wie in Legoland – kleine Maschinen, Kästchen, Laufkarten und andere Utensilien. Dabei rufen und laufen sie hektisch hin und her. Was auf den ersten Blick aussieht wie ein Elternabend im Kindergarten, hat einen ernsten Hintergrund. Wir befinden uns in einer sogenannten Lernfabrik. Hier können die Teilnehmer an einer Praxissimulation erleben, wie standardisierte Prozesse und Digitalisierung die Abläufe in einem Unternehmen vereinfachen und die Effizienz steigern können. So werden Ängste gegenüber den Veränderungen genommen und bereits vorab die Umsetzung bis ins Detail praktisch erprobt.

Praxis statt Powerpoint

Kerkhoff Consulting hat dazu in seiner Wiener Zweigstelle im ersten Bezirk eine mobile Lernfabrik, „Performance Center“ genannt, eingerichtet. Dort können die notwendigen prozessualen und digitalen Schritte dargestellt und nachvollzogen sowie optimiert werden.

Praktisch Ausgeführtes bleibt zu 90% im Gedächtnis, Gelesenes lediglich zu 10%‚ so hinterlassen die Effekte von Lean Management durch die Lernfabrik einen langfristig bleibenden Eindruck. Kundenindividuelle Planspiele und Simulationen machen die Effizienzsteigerung begreifbar. Dazu wird die gesamte Wertschöpfungskette veranschaulicht, die täglichen Prozesse eines produzierenden Unternehmens vereinfacht dargestellt und in der Praxissimulation Veränderungen betrachtet.

Bei diesem Planspiel tagt aber nicht nur die erste Führungsebene hinter verschlossenen Türen, sondern dutzende Mitarbeiter aus den verschiedensten Abteilungen einer Firma mischen mit. Am Modell werden dann Schritt für Schritt mögliche Veränderungen erarbeitet, digitale Lösungen eingebunden und neue Arbeitsabläufe getestet. Zum Abschluss gibt es dann weiter den Bericht mit allen relevanten Kennzahlen.

Wer ist die Zielgruppe?

KMUs, produzierende Unternehmen  (zB. Nahrungs- und Lebensmittelbranche, Textilbranche,..), Maschinen- und Fahrzeugbau, Anlagenbau, etc. (Firmen wie Agrana Stärke GmbH, Metabowerke, Carat Robotic Innovation haben bereits teilgenommen…) Die Lernfabrik wird immer kundenindividuell angepasst, die Besonderheiten verschiedener Branchen werden berücksichtigt.

Ausgangssituationen, häufige Probleme von Unternehmen vor der Beratung/ Lernfabrik:

- hohe Energiekosten 
- Volatile Rohstoffpreise 
- Zu wenig Transparenz im Produktionsprozess 
- Zu viel Ausschuss  
- Ineffiziente Produktionsstraßen  
- Gestresste, unzufriedene Mitarbeiter; kein vernetztes Zusammenarbeiten  
- Zu hohe Lagerbestände

Teilnehmer kommen aus allen Abteilungen eines Unternehmens (Produktionsplanung, Einkauf, Versand, Produktion, Qualitätssicherung, usw.), die Prozesse werden direkt am Modell (Lieferkette, Produktion, Vertrieb usw. im Miniaturformat, verteilt auf mehrere Tische/ Stationen) zusammen mit allen Teilnehmern beleuchtet und systematisch optimiert → Durch diese Praxiserfahrung erreicht man die notwendige Akzeptanz auf Seite der Mitarbeiter für Veränderungen, Lösungsansätze werden gemeinsam erarbeitet, dh. gleich am Modell kann durch eine kleine Veränderung ein besserer Arbeitsfluss, kürzere Wege und verlässlichere Absprachen zwischen 2 Abteilungen usw. erreicht werden.

Positive Effekte:

- Abbildung der gesamten Wertschöpfungskette für alle Mitarbeiter eines Unternehmens 
- bevor man kostspielige Änderungen im Unternehmen tätigt (zB. aufwendige maschinelle Umrüstungen) kann man Produktionsabläufe vorab testen, ob Änderungen überhaupt notwendig sind bzw. eventuell in reduzierter Form vorgenommen werden könnten 
- neue Arbeitsabläufe können getestet werden 
- Komplexität wird reduziert 
- Transparenz aller Produktionsabläufe in Echtzeit
- man zeigt, was es bedeutet, wenn Maschinen bzw. Abteilungen miteinander vernetzt sind 
- Ängste und Verunsicherungen gegenüber Veränderungen (zB. durch Digitalisierung) können genommen werden  
- höhere Produktivität, Planungsgenauigkeit  
- weniger Ressourcen werden benötigt, kleinerer Headcount, weniger Lagerbestände notwendig, verringerte Durchlaufzeiten  
- in jedem Produktionsschritt werden Verbesserungspotentiale für die MA direkt sichtbar → werden gemeinsam erarbeitet, „Wir-Gefühl“  
- von einem erratischen Prozess zu einem zielgerichteten Prozess

Das sagen die Teilnehmer:

Gerd Grube, Geschäftsführer der Carat Robotic Innovation GmbH, bezeichnet die Lernfabrik als ein „Trainingslager für 4.0 und für Führungskräfte“

Josef Eisenschenk, Werksleiter, Agrana Stärke GmbH: „Es wird auf eine eindrucksvolle Art und Weise gezeigt, welche Verbesserungspotenziale in den einzelnen Schritten stecken.“

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