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30.09.2011

Allensbach-Umfrage zum Working Capital

Jeder fünfte Betrieb braucht Fremdkapital

Nur ein Drittel der Mittelständler arbeiten derzeit an einer Senkung ihres Working Capital. 62 Prozent der Unternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeitern hingegen wollen das Nettoumlaufvermögen optimieren.

Das ergab eine Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach und dem Kerkhoff Competence Center of Supply Cham Management der Universität St. Gallen im Auftrag der Unternehmensberatung Kerkhoff Consulting. „Vor allem die deutschen Mittelständler unterschätzen, dass sie sich durch die Senkung ihres Working Capitals günstiger refinanzieren können“, sagt Gerd Kerkhoff, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens Kerkhoff Consulting. Bei den Mittelständlern muss jedes fünfte Unternehmen für Investitionen überwiegend auf Fremdkapital zurückgreifen, bei den großen Unternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeitern ist es nur jedes zehnte. Für die Beschaffung von Kapital nutzen 84 Prozent der mittelständischen Unternehmen hauptsächlich Bankkredite. 21 Prozent finanzieren Investitionen über Gesellschafterdarlehen.

Zur Senkung des Nettoumlaufvermögens konzentrieren sich die Unternehmen vor allem auf drei Maßnahmen: 94 Prozent setzen auf die Reduzierung ihrer Lagerbestände. Große Unternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeitern nutzen häufiger die Möglichkeit, ihre Forderungen zu reduzieren (79 Prozent), als es bei mittelständischen Unternehmen der Fall ist (55 Prozent). Ein Drittel der Mittelständler, die an einer Optimierung des Working Capitals arbeiten, erhöhen ihre Lieferantenverbindlichkeiten — bei den großen Unternehmen ist es fast die Hälfte.

Um das Working Capital langfristig zu senken, gilt es, die gesamte Wertschöpfungskette zu optimieren. „Im Einkauf gilt es zunächst, die Zahlungskonditionen so zu verändern, dass die erhaltene Ware möglichst spät bezahlt werden muss“, sagt Kerkhoff, Bei der Anbindung an das IT-System von Unternehmen kann zum Beispiel die Bestandssteuerung in die Hände des Lieferanten gelegt werden. Für die Umfrage wurden rund 500 Entscheider aus deutschen Unternehmen befragt. DSZ

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